Rückblick 2020 – Ausblick 2021

Das letzte Jahr war semi-optional in mancher Hinsicht.

Bei mir hat es das Studenten- und Universitätsleben getroffen, wodruch einerseits Prüfungen des Wintersemesters 2019/20 verschoben werden mussten und schlussendlich ein Online-Sommersemester stattfand. Zumindest in Teilen online, wenn man lediglich zur Verfügung gestellte Skripte mit Formeln als Online-Veranstaltung zählen möchte. Dennoch handelte es sich natürlich um eine neue Situation, von welcher niemand so recht wusste, wie sie verlaufen und enden würde, sodass ein paar Probleme hier und da vollkommen in Ordnung ist, wenngleich der Vergleich mit den Konzepten und Umsetzungen anderer Universitäten Missmut hevorbringt, welcher weiterhin andauert.

An sich empfinde ich das Konzept des Online-Studiums als sehr angenehm, da man so eine bessere Tagesplanung und Aufgabenteilung vornehmen kann, sofern Materialen in derartiger Form zur Nutzung bereitstehen, dass nicht die dreifache Zeit für die Bearbeitung benötigt wird. Mittlweile hat sich die Universität, an welcher ich immatrikuliert bin, besser an die ganze Situation angepasst, auch wenn manche Details weiterhin eher störend sind. Wenn ohne Vorwarnung Vorlesungsskripte heruntergenommen werden, die man noch nicht abgespeichert hatte, oder man nicht per VPN auf die benötigten Daten zum Herunterladen eines Programmes für eine Projektarbeit zugreifen kann, da diese normalerweise an den Rechnern der Universität vollzogen würde, steigt das Level der Genervtheit. Dennoch wird von vielen Seiten versucht, das Beste aus der ganzen Situation zu machen und kann man nur hoffen, dass die nächsten Prüfungen in keinem Chaos enden.

Das Studium hat folglich einen Teil der Zeit zum Lesen in Anspruch genommen. Der zweite bedeutende Teil sind Katzen. Nach Jahren sind bei uns zwei Katzen eingezogen, nachdem wir seit mehreren Jahren darüber nachgedacht haben. Aber hätte dies wohl nicht im Jahre 2020 geschehen sollen (bei Interesse gibt es genauere Informationen am Ende dieses Beitrages).


Jedoch handelt es sich hier eigentlich um einen Blog um die Literatur, weshalb wir zu dem eigentlichen Thema zurückkommen.

Zusammenfassend las ich 34 Bücher, was per se nicht als schlecht anzusehen ist. Selbstverständlich habe ich wenige meiner Leseziele 2020 erfüllt, anders war es nicht zu erwarten, aber sind es zumindest ein paar gewesen.

Die Reihe um Harry Dresden von Jim Butcher habe ich kennen und mögen gelernt, doch ebenso den Auftakt Das Lied des Blutes. Gerne hätte ich mehr mitreißende Bücher wie Abaddons Tor gelesen.

Allgemein wollte ich einerseits Reihen beenden (oder bis zum neusten Band lesen). Daughter of Smoke and Bone (Laini Taylor) – eine jener Reihen, die ich seit Jahren vor mich herschob – kann nun als beendet markiert werden. Ebenso zählen Folk of the Air (Holly Black), The Lord of the Rings (J. R. R. Tolkien), The Raven Cycle (Maggie Stiefvater) und Song of the Lioness (Tamora Pierce) hinzu. Momentan sitze ich am letzten Band der Hauptreihe von The Witcher (Andrzej Sapkowski) und als Vorbereitung zu der Godblind-Trilogie (Anna Stephens) hatte ich den ersten Band erneut gelesen. Außerdem habe ich mit A Torch Against the Night nach Jahren endlich die Reihe von Sabaa Tahir fortgesetzt. Probleme bereitet mir jedoch Trisolaris-Trilogie (Cixin Liu) aufgrund der Problematik bezüglich des Autors, was eine Tür ist, die ich hier eigentlich nicht öffnen möchte, und dementsprechend unsicher bezüglich des Besprechens und Erwähnens dieser Reihe bin.

Anderseits sollten es Werke sein, die ich seit einer Ewigkeit lesen möchte. Und keines habe ich von der kleinen Liste zur Hand genommen. Wahrscheinlich aus Angst, zu sehr in den jeweiligen Welten zu versinken oder diese nicht richtig zu verstehen. Aus dem Gedanken heraus, dass ich meine Zeit nicht mit dem Lesen von Büchern verbringen möchte, solange es Aufgaben für das Studium geben wird, doch wird es jene Aufgaben stets geben. Nie werden im Leben keine anderen Aufgaben existieren, die man als wichtiger ansehen könnte. Dabei ist das Lesen, wenn es Erfüllung und Bereicherung gibt, wenn es ein Lichtfunke an einem mental düsteren Tag sein kann, wenn es inspiriert und Motivation gibt, ebenso etwas Wichtiges.

Die Abwesenheit des Lesens ruft einen Schmerz der Sehnsucht hervor, während die Anwesenheit ein nicht weniger schmerzhaftes Empfinden des Fernwehs und eine Trauer um andere Welten und Figuren hervorruft. Aber zeigt letzteres nicht ebenso eine Fülle an positiven Emotionen und regt die Gedanken an?


Wie soll folglich das neue Jahr für mich aussehen?

Im Endeffekt möchte ich schlichtweg lesen, da diese Tätigkeit allein sehr schön sein kann, egal wie gut oder schlecht die gewählte Lektüre ist, unabhängig von der Anzahl der damit verbrachten Stunden. Entweder erfüllt sie oder man hat eine Möglichkeit, negative Gefühle in eine Diskussion über ein Buch mit Freunden zu stecken, anstatt an anderer Stelle das Ventil überkochender Emotionen eines Schlages aus Versehen im falschen Moment zu öffnen.

Vielleicht werden es jene Reihen sein, die ich im letzten Jahr hatte beenden wollen, vielleicht werden es neue sein.

Dennoch gibt es natürlich weiterhin kleine Ziele, denen ich nachgehen möchte, denn ist es zu angenehm, eine erledigte Aufgabe abhacken zu können.

  • Pro Monat ein „altes“ Buch – Damit sind jene Bücher gemeint, die schon zu lange unbewegt in meinen Bücherregalen stehen. Bücher, welche ich nun nicht mehr kaufen oder bevorzugt lesen würde, doch welche ich nicht ohne einen triftigen Grund weggeben möchte.
  • Andere Genre bzw. Klassiker – Zur Abwechslung ist es gut, in andere Genre einzutauchen, denn das Lesen von Fantasy- und ab und an Science-Fiction-Werken kann unbewusst eintönig werden, sodass ein Thriller zwischendurch wieder große Freude bei dem nächsten F-/SF-Werk hervorruft, da mich vor allem Fantasywelten stets ansprechen. Ebenso können es aber auch ältere Klassiker sein, die den Schreibstil anderer Zeiten nächerbringen und umso mehr für Diversität sorgen.

Und schließlich möchte ich regelmäßiger Beiträge auf diesem Blog veröffentlichen (was schon jetzt nicht hundertprozentig erfüllt wird), die manchmal vielleicht nur aus Lesemonaten mit kurzen beschriebenen Eindrücken gelesener Werke bestehen und vielleicht auch anderen konsumierten Medien, sofern diese einen tiefgreifenderen Eindruck hinterlassen haben, aber zumindest sind sie ein Zeichen von Aktivität.


Es sei abzuwarten, ob dieses Jahr den wechselhaften Charakter von Zeit wieder derart schön darstellt wie das Jahr 2020.


Nach einem Besuch im Tierheim haben wir uns für ein Geschwisterpaar (Izanami und Hela, welch treffende Wahl in Bezug auf die Zukunft der beiden) entschieden, welches laut des Tierarztes bester Gesundheit hatte sein sollen. Doch nach wenigen Tagen erkrankte eine der beiden Schwestern (Hela), was den Stein für viele, viele Tierarztbesuche und Tränen ins Rollen brachte. Erst nach einem Tierarztwechsel konnte festgestellt werden, dass die kränkliche Katze FIP hatte, weshalb sie schlussendlich eingeschläfert werden musste, zumal sie sich als Jungkatze in einem sehr geschwächten Zustand befand und sich durch ihre Krankheit stark zurückzog. Somit standen wir vor der Entscheidung, ob wir Iza alleine lassen würden oder eine neue Spielkameradin suchen sollten. An sich mag es nach keiner allzu schweren Entscheidung klingen, doch da Iza genug Träger in sich hat, könnte eine Stresssituation ebenfalls zu einer Erkrankung führen – nicht nur eine Erkrankung von Iza, sondern möglicherweise ebenfalls von einer neuen Katze. Da Iza eine sehr soziale Katze ist und ihr die Zeit, wenn niemand am Tag zu Hause wäre, nicht gut tun würde, haben wir ein junges Kätzchen (Cirilla) zu uns geholt. Leider hörten damit die Probleme nicht auf, da der Vorbesitzer nicht ganz ehrlich zu uns war. Eine „leichte“ Zerrung des Rückens, die sich ereignete, als wir Ciri noch nicht abgeholt hatten und welche keine Auswirkungen gehabt haben soll, stellte sich als Bruch des Schwanzen nahe des Steißes heraus, welcher temporäre Nervenschäden und Schwierigkeiten bezüglich des Darmes mit sich brachte. Im Moment sieht die Situation wesentlich besser aus und fehlen nun nur noch wichtige Impfungen, sodass man sich an den Katzen erfreuen kann und nicht jederzeit von Sorgen geplagt wird.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s