Leseupdate: Februar, März 2020

Es ist wahrlich erstaunlich, wie sehr das Studentenleben als auch andere Dinge vom Lesen abhalten können und man irgendwann für Tage kein Buch zur Hand nimmt, das eine fiktive Welt beschreibt.

Obschon ich gerne mehr Bücher gelesen hätte, zumal es ein wundervolles Gefühl ist, Reihen zu beenden und an sich wahrhaftig einmal zu lesen, bin ich nicht gänzlich unzufrieden mit meinen beiden Lesemonaten.


Das Reich der zerbrochenen Klingen
von Anna Smith Spark

Erster Band (Empire of Dust)

Taschenbuch (528 Seiten)
Übersetzt von Kerstin Fricke

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Ich wusste nicht, was ich von diesem Buch hatte erwarten sollen, doch dachte ich, es würde ein angenehmes Leseerlebnis im Genre des Grimdark Fantasy werden, was es schlussendlich nicht war.

Eine Rezension auf dieser Seite ist schon erscheinen, die davon erzählt, wie irrelevant die gesamte Geschichte ist, wie wenig konstant und interessant, wie langweilig und wechselhaft die Charaktere sind und wie schwer ich mich tat, es wahrlich zu beenden, der Schreib- und Erzählstil in seiner Andersartigkeit jedoch Potential besitzt.

Aurora Rising
von Amie Kaufman und Jay Kristoff

Erster Band (Aurora Cycle)

Hardcover (480 Seiten)

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Endlich, endlich habe ich ein relativ aktuelles Buch gelesen, noch bevor der Folgeband erscheint, auf welchen ich jetzt warten muss. Deshalb bevorzuge ich es wohl Reihen zu lesen, die nahezu abgeschlossen sind oder zumindest zahlreiche, vielseitige Bände haben.

Auch wenn die Geschichte recht vorhersehbar ist, war es ein unterhaltsames Leseerlebnis, zu welchem ich mich in einer Rezension genauer äußern werde. Sofern ich Bücher der Autoren nicht zu einem Zeitpunkt lese, könnte ich den Schreibstil stets genießen, so erfrischend anders und amüsant ist er.

Dreams of Gods and Monsters
von Laini Taylor

Dritter Band (Daughter of Smoke and Bone)

E-Book (625 Seiten)

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Ich habe diese Reihe beendet. Ich habe ein solch langes Buch nicht in meiner Muttersprache gelesen, trotz meinem normalerweise vorherrschenden Respekt und der damit verbundenen Angst nach solchen englischen Büchern zu greifen.

Es wird demnächst (nach meinem Begriff in den nächsten Monaten) eine Rezension zu diesem Buch erscheinen, aber es sei gesagt, dass ich das Finale einer mir sehr geliebten Welt äußert genossen habe. Trotz dass ich dunkle Geschichten liebe, möglicherweise mit einem zu starken Interesse, Charaktere leiden zu sehen (die Reaktionen sind faszinierend und zumeist andersartig, es ist schön, wenn sich Autoren etwas trauen, zumal es fiktiv stattfindet), regt diese Reihe eine rosarote Seite hervor, mit der Akzeptanz von Happy Ends und dramatischen Liebesgeschichten. Wäre es eine andere, dann würde ich die dargestellte Handlung wohl nicht mögen, aber hier verhält es sich gänzlich anders. Sie regt Gefühle und Emotionen an, die ich oftmals beim Lesen nicht empfinde und mag ich sie schlichtweg. Wahrscheinlich handelt es sich um solch eine, die man entweder mag oder nicht.

The Wicked King
von Holly Black

Zweiter Band (The Folk of the Air)

E-Book (337 Seiten)

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Was sollte ich nach dem ersten Band erwarten? Was hatte ich mir erhofft? Ich bin mir dessen nicht gewiss. Wahrscheinlich kann ich nicht Nein zu Feengeschichten sagen. Außerdem handelt es sich um eine Trilogie mit stets recht kurzen Bänden, sodass ich sie auch beenden kann, zumal ich die Bände bei mir im Regal stehen habe (und gab es die Kindle-Edition sehr, sehr günstig, so why not?).

Auch hierzu habe ich eine Rezension verfasst, die meine Abneigung gegen die Protagonistin Jude deutlich macht. Dahingehen ist mein Interesse für Cardan wohl nicht zu übersehen, ebenso wenig jenes für die Beschreibungen der Welt der Feen. Wenn das Ende nur tatsächlich so ist, wie es zu sein scheint, dann steigt diese Reihe defintiv in meiner Meinung deutlich, denn ein Abschluss wie der dieses zweiten Bandes, möchte ich gern des Öfteren sehen und kann ich bei einem solchen manch andere, offensichliche Mängel als weniger dramatisch angehen (vielleicht aber auch nicht, weshalb sind Bücher für junge Erwachsene oftmals mit derartigen Charakteren besetzt und in solcher Art und Weise verfasst?).

Es ist herrlich zu sehen, wie deutlich sich meine Meinung zu Geschichten der Liebe im Vergleich zu Dreams of Gods and Monsters unterscheidet. Hier ein Happy End? Bitte nicht erneut. Irgendwie passt es nicht dazu. Wäre es nicht schön zu sehen, dass Jude oder andere eigentlich erfahren, wie wahr die Erzählungen um das dunkle Wesen des Feenvolkes sind und man nicht immer Glück hat (was ein laufendes Thema in diesem Genre ist, mehr Glück als oftmals Verstand)?

Die Flammende
von Kristin Cashore

Zweiter Band (Die Sieben Königreiche)

Hardcover (510 Seiten)
Übersetzt von Katharina Diestelmeier

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Den Auftakt zu dieser Reihe hatte ich tatsächlich vor bald drei Jahren gelesen, was mir nicht bewusst war. Lediglich die Rezension verharrt hartnäckig auf meinem Desktop und dachte ich nicht, dass sie dort schon seit mehr als zwei Jahren jämmerlich leidet. Wie schnell die Zeit doch vergeht.

Seltsamerweise hatte ich den ersten Band als etwas, das ich äußerst genossen habe, in Erinnerung, obschon ich mir den Inhalt noch einmal durchlesen musste, um den Szenen in meinem Kopf einen Sinn zu geben. Und dann ist es mir wieder eingefallen, weshalb ich nicht sofort zur Fortsetzung griff. Reihen oder zumeist Trilogien, die mit jedem Buch andere Figuren behandeln, sind nicht vollkommen mein Fall. Eher bevorzuge ich es, bei den anfänglichen Protagonisten zu bleiben, zumal die nun neuen Hauptfiguren, welche einst Nebenrollen belegten, bei diesen Reihen selten meine Neugierde geweckt haben.

Während des Lesens ist mir jedoch aufgefallen, dass es sich um die Vorgeschichte handelt und dabei eine sehr interessante. Es wäre schön das Buch mit mehr Seiten zu sehen, wobei ich meine, dass die reife Handlung genug bietet, um detaillierter erzählt zu werden, auch um mehr Tiefe zu bekommen und der vergehenden Zeit mehr Bedeutung zu geben.

Trotz kleiner Mängel hier und da habe ich den zweiten Band der Reihe sehr genossen, da er sich auch leicht und schnell lesen ließ und nicht gerade unnötige Momente hat, in denen man sich nur über die stupiden Handlungen der Charaktere aufregt. Eher entspricht er mehr einem Buch für (junge) Erwachsene, ohne die reizenden Eigenschaften trotziger und ehrlich gesagt unfähiger Menschen. Man findet viele verschiedene Gefühle und tiefere Gedanken. Hoffentlich enttäuscht das Finale nicht, welches einen Sprung in die Zukunft macht.


Im Endeffekt haben mich die Prüfungen oder wohl eher der Gedanke daran vom Lesen abgehalten, auch wenn ich durchaus die Zeit dafür gehabt hätte. Es ist schade, wie sich mein Leseverhalten geändert hat – aus meiner Sicht.

Weitere ablenkende Faktoren waren beispielsweise Serien und vorwiegend Manga/Manhwa, welche ich jedoch zugegebenermaßen nicht nur wegen der Geschichten und Zeichnugen gerne lese, sondern auch da ich für sie weniger Konzentration aufbringen muss (zumeist) und es mich nicht stört, abgelenkt zu werden (während ich momentan meine Art des Lesens von Büchern statistisch analysiere – einerseits ist es interessant und hilfreich, andererseits ein ziemliches Hindernis). Außerdem habe ich mehrere Stunden mit dem Beenden eines von mir äußerst gehypten Videospiels verbracht: NieR:Automata. Vor einem Jahr hatte ich es fast bis zum Ende gespielt, bis ich zu dem Punkt kam, bei welchem man für das richtige Ende und vollständige 100% der meisten Daten viele gefühlte Tage mit dem Neuladen von Karten verbringen muss, was nicht immer ein Spaß ist. Es ist wundervoll zu hören, dass nun ein neues Spiel angekündigt wurde – kurz nachdem ich mich beschwerte, die Vorgänger kennenlernen zu wollen, vor allem um Anspielungen besser verstehen zu können und natürlich mehr von der Welt zu haben, ohne neue Konsolen kaufen zu müssen.

Ich bin gespannt auf den Monat April, welcher eine ganz neue Mischung aus Selbststudium (yay, ich kann Blümchen sammeln, aber auch Gräser, die anfangs alle gleich aussehen) und freier Zeit zu Hause wird.

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