Leseupdate: Dezember 2019

Es ist keine Neuheit, dass ich es teils vermeide Fortsetzungen zu lesen, was nicht unbedingt daran liegen muss, dass ich den Auftakt oder Folgeband nicht mochte, sondern eher, da das nächste Buch nicht so schön sein oder mich die Geschichte zu sehr noch lange danach fesseln könnte. Vor allem in diesem Monat habe ich gemerkt, weshalb ich in den letzten sehr wenig gelesen habe. Nicht nur die Zeit ist ein Grund, sondern vor allem meine Liebe zu fiktiven Welten und ihren Geschichten. Zu oft wünschte ich, die Realität mit einer dieser tauschen zu können. 

Leider habe ich erst im letzten Abschnitt des Monats mehr lesen können, wobei die Feiertage wieder einmal ein Hinderniss darstellte und soziale Kontakte auch manchmal notwendig sind.


The Midnight Star
von Marie Lu

Dritter Band (The Young Elites)

Hardcover (316 Seiten)

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Obschon zu diesem Buch eine Rezension erscheinen wird, dies aber wohl erst in weiter Ferne, werde ich kurz ein paar Eindrücke dieses endlich gelesenen Finales äußern. 

Mit diesem Band habe ich nun diese außergewöhnliche Reihe beendet, die nicht zu meinen Favouriten zählen wird, aber dennoch würde ich sie als Kanditat des erneuten Lesens zählen. Dies liegt vor allem an der mir sehr zusprechenden Dunkelheit der Protagonistin und anderen Herangehensweise an die Handlung und Charaktere aus diesem Genre. Es gibt durchaus Parallelen zu anderen Büchern, wie es normalerweise stets der Fall ist, aber sieht man mehr die negativen Folgen von gewähltem Handeln und Gutes geht einhand mit Schlechtem, eine außergewöhnliche Gabe fordert ihren Preis. 

Schlussendlich bin ich froh, endlich nach diesem Abschluss gegriffen zu haben und wünschte ich, den zweiten Band anders wahrgenommen und mir die Story allgemein besser eingeprägt zu haben, denn ist es eine lesenswerte, nicht zu ignorierende Reihe, die womöglich zu sehr untergegangen ist wie auch Marie Lus Legend-Reihe. 

Der Herr der Puppen
von Richard Schwartz

Vierter Band (Das Geheimnis von Askir)

Taschenbuch (432 Seiten)

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Vor nicht allzu langer Zeit hatte ich die ersten drei Bände dieser Reihe gelesen und trotz der Tatsache, dass sie mich nicht absolut begeistert haben, wollte ich dennoch erfahren, wie die Geschichte weitergeht, zumal die Figuren vielseitig sind und die Welt viele interessante Merkmale aufzeigt. 

Zu Beginn bekommt meine eine ausführliche Wiederholung der vorangegangenen Ereignisse, worüber ich dieses Mal sehr dankbar war, und lässt das Buch nicht lange an vorhandenen Verhältnissen oder Tatsachen rätseln, womit ich meine, dass es zwar Geheimnisse gibt, die der Leser erst langsam erfährt, aber so manches direkt gesagt wird, ohne dabei in langen Absätzen zwischen den Zeilen versteckt zu sein. Anfangs ist dies sehr deutlich – selbst die Charaktere kündigen an, dass sie in ganz ungewollte Machenschaften verwickelt und in ihrem Vorhaben aufgehalten werden, als ob sie der allwissende Erzähler wären – und mir ein kleiner Dorn im Auge gewesen, aber mit dem Fortschreiten des Lesens, wurde es erträglich. Es gibt ein paar andere Aspekte, die mir nicht zu sehr gefallen, aber dennoch ist es ein kurzes, leichtes Vergnügen gewesen und möchte ich die Reihe seltsamerweise beenden (nicht nur, weil ich die ersten Bände der Folgereihe im Regal stehen habe). 

Die Feuerinseln
von Richard Schwartz

Fünfter Band (Das Geheimnis von Askir)

Taschenbuch (544 Seiten)

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Obschon diese Reihe wie erwähnt Seiten hat, die ich nicht unbedingt mag, fesselt sie mich doch. Einerseits stören mich mittlerweile oder weiterhin die intensive Aneinanderreihung von dutzenden Ereignissen in einem Buch und all die wundersamen Zufälle, welche mit dem Glück erklärt werden. Andererseits fasziniert mich der Weltenaufbau sehr und auch der Fortgang der Geschichte, auch wenn die Bücher bezüglich des Verlaufs bisher wenig überraschend waren, da stets gewiss ist, dass der Protagonist als auch andere wichtige Figuren aus Gefahren entkommen können, minus ein paar Verluste, so auch der eines etwas wichtigeren Charakters.

Was mich weiterhin an der Reihe hält, mag wohl der Protagonist sein, da er mich des Öfteren an Geralt aus der Witcher-Reihe erinnert, obschon es deutliche Unterschiede gibt. Womöglich liegt es an den Parallelen zur Lebenseinstellung. 

Im Anschluss an diesen schnelllebigen fünften Band wollte ich ursprünglich den sechsten Band lesen, doch finde ich mich ohne momentane Lust darauf wieder. Es gibt zu viele unwichtige Stellen und gleichzeitig wünsche ich mir weniger große Ereignisse und lieber den Ausbau eines dieser, sodass beispielsweise eine ausweglos erscheinende Situation in Gefangenschaft nicht innerhalb von 10 Seiten oder gar weniger gelöst wird. 

Es ist abzusehen, dass ich die Reihe irgendwann aus Prinzip und der Ordnung halber beenden werden, doch wohl nicht in den nächsten Wochen.

The Cruel Prince
von Holly Black

Erster Band (The Folk of the Air)

E-Book (385 Seiten)

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Viel habe ich von diesem Buch beziehungsweise dieser Reihe gehört und endlich nahm ich es zur Hand. Jedoch muss ich sagen, dass ich nicht begeistert war. Wenigstens waren meine Erwartungen nicht sonderlich hoch, da es eine Lektüre aus jenem Genre ist, dessen beliebte Bücher mich meist enttäuschen.

Es wird eine Rezension meinerseits zu diesem Auftakt erscheinen, weshalb ich nicht viel mehr sagen werde, außer dass ich dennoch die Fortsetzungen lesen möchte. Außerdem sind es sozusagen nur noch zwei, nicht allzu lange Bücher (zählt man nur die Hauptbücher) und müssten diese schnell zu lesen sein, sofern ich nicht allzu genervt bin. Ich habe ja nicht dutzende weitere Bucher in meinem Regal, die gelesen werden möchten.

The Shattered Gates
von Ginn Hale

Erster Band (The Rifter)

E-Book (98 Seiten)

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Durch irgendeine Liste oder vielleicht Instagram ist dieses Buch in meiner E-Book-Bibliothek gelandet. Ehrlich gesagt erinnere ich mich nicht mehr, weshalb ich es überhaupt lesen wollte. 

Glücklicherweise ist es nicht sonderlich lang, sodass ich nicht viele Stunden verschwendete. Im Endeffekt kann ich nicht sagen, was genau ich gelesen habe oder wie man diese Lektüre als vollständiges Werk bezeichnen kann (weshalb steht bei Amazon, dass die Taschenbuch-Edition 368 Seiten hat?). Irgendwie lassen sich die Geschichtsfetzen zusammenknüpfen und die zahlreichen Lücken können gefüllt werden. Hätte es um die 200 Seiten gehabt, so hätte ich es definitiv nach den ersten Kapiteln abgebrochen, derart unfertig und schlussendlich nicht ansprechend wirkt es. Kai Meyer erwähnte, dass er im Entstehungsprozess eine ausführliche Inhaltsbeschreibung schreibt und anhand dieser dann die vollständige und detaillierte Geschichte verfasst. Dieses Buch fühlt sich wie die ausführliche Inhaltsbeschreibung an, wobei es dafür doch sehr wenig vom Inhalt her ist beziehungsweise zu wenige Details vorhanden sind. Als Leser erlebt man lediglich kleine, kurze Momente der Figuren und viele zeitliche Sprünge. Das Meiste muss man sich selbst zusammenreimen, was schlichtweg schade ist, zumal man so nicht das sehen kann, was die Autorin eigentlich zeigen möchte.

An sich hat die Idee durchaus Potential, aber interessiert mich die Welt in ihrer Art der Darbringung im Endeffekt nicht so sehr, dass ich weitere Bücher dieser Art weiterlesen würde, auch wenn diese anders und sozusagen besser sein könnten.

Eventuell greife ich irgendwann auf die Reihe zurück und gebe ihr eine neue Chance, zumal es grundlegend sehr gute Bewertungen gibt.


Trotz dass mich teils Melancholie nach dem Lesen von vergleichweise vielen Büchern erfasst hat, war es ein schöner Lesemonat, da ich endlich wieder die Liebe Literatur zu erleben gefunden habe und nun hoffentlich in ein wesentlich besseres Lesejahr übergehen kann.

Außerdem fällt mir auf, dass ich in diesem Monat keine Übersetzung gelesen habe – YAAS.

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