Leseupdate: Januar 2019

Ich schreibe nicht zu jedem Buch eine Rezension, was unterschiedliche Gründe hat. Einerseits kann ich zu manchen Büchern nichts sagen oder teils habe ich das Gefühl, ich schriebe eine zu genersiche Rezension. Andererseits gibt es Bücher, die ich schlichtweg nicht in Worte fassen kann, wie beispielsweise „Der Name des Windes“, und möchte ich Gefühle nicht reduzierend mit unzureichenden Worte beschreiben. Oder ich finde, dass es schon genug ausführliche Meinungen zu gewissen älteren Klassikern gibt.

Dennoch ist es angenehm, Bücher kurz zu bewerten, um eine nicht viel aussagende Punktebewertung zu erklären – zwei Bücher mit der gleichen Punktzahl können gleichzeitig ein Buch sein, welches ich liebe, und eines, welches ich nicht mehr zur Hand nehmen würde. Deshalb wird es auf diesem Blog zu jedem Monat oder je nach Anzahl der gelesenen Bücher auch für zwei Monate eine kleine Zusammenfassung meiner gelesenen Bücher geben.


Der Herr der Ringe – Die Gefährten
von J. R. R. Tolkien

Erster Band

Hörbuch (ungekürzt, 22h 54min)
Übersetzt von Wolfgang Krege

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Das erste beendete Buch des neuen Jahres war der Auftakt der großartigen „Herr der Ringe“-Trilogie, die ich bis dato noch nicht gelesen hatte – zu meiner Schande.

Im April des letzten Jahres hatte ich „Der Hobbit“ gelesen und wenige Monate später begann ich dieses Hörbuch, doch leider gab es einen längeren Zeitraum der fehlenden Leselust und vor allem des abhanden gekommenen Interesses an Hörbüchern, obschon diese unheimlich praktisch sind.

Schlussendlich habe ich immer wieder den Faden verloren, vor allem aufgrund meiner Unfähigkeit mir Namen zu merken. Dabei ist der Sprecher sehr passend und hat eine angenehme Stimme, die Geschichte sehr faszinierend und liebe ich es, wenn man die Weite und Tiefe einer fiktiven Welt nur durch kleine Erwähnungen zu spüren bekommt. Ich wünschte, ich hätte es schon vor Jahren gelesen, denn ich war nicht so begeistert wie erhofft. Es ist ein gutes Buch mit einer interessanten Geschichte, vielseitigen Charakteren und vielem mehr, aber war ich nicht allzu oft gefesselt. Wahrscheinlich wird es mir beim zweiten Lesen mehr gefallen.

City of Ghosts
von Victoria Schwab

Erster Band

Taschenbuch (285 Seiten)

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Ursprünglich wollte ich dieses Buch nicht zur Hand nehmen, da ich einerseits meine Probleme mit der Autorin habe und es dennoch stets aufs Neue probiere, da ihre Ideen Potential haben und interessant sein könnten, und andererseits klang dann wiederum der Inhalts nach kurzem Überfliegen nicht allzu spannend. Jedoch sah ich dann, dass diese Lektüre in Edinburgh spielt und da ich mich im Moment nahe dieser Stadt befinde, meinte ich, es sei eventuell schön ein Buch mit diesem Handlungsort zu lesen.

Hätte ich nur gewusst, dass es sich um ein Middle-Grade-Buch handelt. Hätte ich lieber auf mein erstes Gefühl vertraut.

Demnächst wird eine kurze Rezension auf diesem Blog erscheinen, da ich schlichtweg ein paar Dinge ansprechen wollte. Kurz gesagt: Ich hätte meine Zeit wesentlich lieber mit etwas anderem verbracht.

The Lion, the Witch and the Wardrobe
von C. S. Lewis

Zweiter Band (erschienen als erstes Buch)

E-Book (208 Seiten)

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Ebenfalls aus dem alten Jahr habe ich dieses Buch mit ins Jahr 2019 gebracht, wobei ich es kurzzeitig aus den Augen verloren hatte, trotz seiner überschaulichen Länge.

Für eine Woche hatte ich es ausgeliehen, um den Kindern jeden Abend ein oder zwei Kapitel vorzulesen, doch bis zum Ende hatten wir es leider nie geschafft.

Die Chroniken von Narnia stehen schon seit langer Zeit auf der Liste meiner zu lesenden Bücher, weshalb ich diesen Band nicht einfach halb gelesen aus der Hand legen konnte.

Es ist eine wahrlich schöne Geschichte für jüngere Leser und dabei nicht anspruchslos. Hierbei werden schöne Beschreibungen, Spannung und interessante Dialoge miteinander verwoben. Manches entspricht nicht mehr den heutigen Sichtweisen, aber würde ich mir zu unserer Zeit mehr Bücher dieser Art für Kinder wünschen, jene die Tiefe haben und zum Denken anregen.

Calibans Krieg
von James S. A. Corey

Zweiter Band

Taschenbuch (656 Seiten)
Übersetzt von Jürgen Langowski

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Nachdem ich den ersten Band sehr mochte, hatte ich mich schlussendlich an den zweiten Band gewagt – in der Hoffnung, nicht von einer Fortsetzung enttäuscht zu werden. Teils begann ich dieses Buch, da ich die alte, deutsche Ausgabe im Bücherregal stehen haben möchte und lieber den zweiten Band bestellte, ehe es diese Auflage nicht mehr gibt.

Dieses Buch bekommt ebenfalls eine Rezension, weshalb ich meine Gedanken nicht allzu großartig beschreiben werde. Gesagt soll sein, dass es keine Verbesserung, aber ebenso wenig keine arge Verschlechterung in Bezug zum Auftakt der Reihe war. Die Reise geht weiter und bin ich gespannt auf den Fortgang der Geschichte im dritten Band.

The Doll’s House
von Neil Gaiman

Zweiter Band

Taschenbuch, groß (ca. 232 Seiten)

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Eine weitere Fortsetzung des Monats war der zweite Band der Graphic Novel Reihe The Sandman von Neil Gaiman, welche ich schließlich begonnen habe, nachdem die Bände im örtlichen Bibliotheksverbund verfügbar sind.

Ich kann nicht sagen, was genau ich an dieser Reihe mag. Es sind viele kleine Details, wie der Humor, die Dunkelheit und die Gedanken. Der Zeichenstil ist auf der einen Seite interessant und faszinierend, auf der anderen Seite entspricht er jedoch nicht ansatzweise dem Stil, den ich mag. Bei der Geschichte verhält es sich so, dass mich immer etwas stört, aber dennoch möchte ich nicht aufhören zu lesen.

Der vierte Band liegt schon bei mir und nun heißt es lediglich, auf den dritten Band zu warten.

The Colour of Magic
von Terry Pratchet

Erster Band

Hardcover (256 Seiten)

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Diese letzte Lektüre war äußerst enttäuschend. Derart enttäuschend, dass ich ab der Mitte zur deutschen Übersetzung wechselte, um sie möglichst schnell beenden zu können.

Die phantasievolle und leicht verrückte Scheibenwelt ist eine schöne Idee, aber konnte ich mich auf keiner Seite für sie interessieren. Mein Problem lag bei den Charakteren, doch auch der Geschichte, die mir ein Gefühl von Nichts gab. Es war gefühlt nichts Festes, eher eine Reise zur Beschreibung der Welt, und dieser Eindruck stellte sich schon von Beginn an bei mir ein. Sicherlich gibt es eine solide Handlung, die zu etwas führt, aber konnte ich selbst dies nicht derart empfinden.

Wahrscheinlich ist Terry Pratchetts Schreibstil schlichtweg nichts für mich, da ich zwar verrückte Sachen mag, aber nicht in dieser Art und Weise und teils auch nicht bei Büchern.

Möglicherweise greife ich in ferner Zukunft einmal zu dem zweiten Band, aber mein Interesse ist momentan sehr abgeschwächt und eher verglüht.


Zusammenfassend habe ich im Januar 6 Bücher gelesen, zum Teil auch recht kurze, und hätte ich gerne mehr angefangen und auch beendet, aber dennoch ist die 6 eine schöne Zahl und ein guter Start in das Jahr. Zudem sind essentielle, ältere Fantasyromane mit dabei, die ich als Pflichtlektüre ansehe und welche ich schon lange hatte lesen wollen.

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